Beteiligte Akteure und Institutionen

Werkstatt Kassel

© Werkstatt Kassel

Die Werkstatt gründete sich 1977, direkt nach der documenta 6, auf der Beuys die Honigpumpe installierte und das Konzept der FIU (Free International University) ausprobierte. Es ging und geht darum, eine Werkstatt zu haben, in der an der Sozialen Plastik gebaut wird - Raum, in dem die Erweiterung des Kunstbegriffs fortwährend erforscht und weiterentwickelt werden kann.

So ist die Werkstatt ein Ort, an dem Beuys' Werk seine Wirkkraft nicht im Sinne von musealem Anschauungsmaterial erschöpft, sondern sich im aktuellen kulturellen Schaffen entfaltet. An Beuys erinnern bedeutet, seine beispielhafte Verknüpfung von Kunst, Ökologie und Politik, die sich in vielen Werken jedoch am offensichtlichsten in den 7000 Eichen zeigt, zu würdigen und weiterzuverfolgen.

In diesem von Corona überschatteten Jahr wäre Joseph Beuys 100 Jahre alt geworden. In einer Zeit, da die Demokratie angezweifelter denn je auf dem Prüfstand steht, die menschliche Wärme nach Wegen sucht, den Abstand zu überwinden und die Wirtschaft auf Talfahrt geht, entsinnen wir uns an Aktionen wie Direkte Demokratie, denken an Fett und Filz, an das zu einem Hasen geschmolzene Diadem und überdenken noch mal neu, was Beuys damit meinte, als er unseren Geist als Kapital bezeichnete. Die großen Probleme wie der Klimawandel, die Verelendung von Mensch und Natur und die daraus entstehenden Fluchtbewegungen sind, so wie die Pandemie, weltweite Angelegenheiten, die uns alle sehr persönlich angehen und die von uns allen hier vor Ort angegangen werden müssen.

Wir sind überzeugt, dass uns Beuys mit seinem Ansatz dabei helfen kann die Welt dann doch noch zu retten.


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